Verblüffend: Torontos Serienkiller Bruce McArthur teilt viele Parallelen mit erstem Verdächtigen.

Der Mann, mit dem ich 2012 über Monate in Kontakt stand und von dem ich vermutete, er könnte etwas mit dem Verschwinden von Skanda Navaratnam zu tun haben, teilt viele Parallelen mit dem tatsächlichen Killer des Verschwundenen.

Aussehen, Phantasien, Herkunft, Vorgeschichte und Lifestyle – alles passt, ausser dass mein verdächtiger Kontakt – James Alex Brunton – nicht die Taten begangen hat, für die Bruce Mcarthur verantwortlich ist. Beide sind über 60 Jahre alt, weiss, stark übergewichtig und haben eine Glatze. Beide sind bzw waren verheiratet und haben Kinder, Brunton eine Tochter und Mcarthur eine Tochter und einen Sohn. Beide haben Wurzeln in kleinen Orten in der Umgebung von Toronto. Bruce Mcarthur wuchs in Fenelon Falls auf, Alex Brunton lebt in Peterborough. Beide Orte liegen lediglich eine Autostunde auseinander. Zudem haben beide einen Bezug zu Madoc, ein Ort nördlich von Toronto. Bruce Mcarthur besass dort ein Haus und Alex Brunton eine Jagdhütte.

Nicht nur äusserlich gibt es viele Ähnlichkeiten. Sie sind auch - was letztlich viel wichtiger ist - Brüder im Geiste. Beide sind homosexuell und bei beiden gab es strafrechtlich relevante Verhaltensweisen lange vor den gravierenden Delikten Bruce McArthurs': James Alex Brunton filmte Junioren des Hockeyclubs von Peterborough heimlich in der Umkleidekabine und verbreitete das Material übers Internet, McArthur schlug 2001 einen Escort mit einer Metallstange nieder. Brunton war aktiv in einem Kannibalenforum und traf dort mit einem Minderjährigen eine Vereinbarung, wonach dieser von Brunton entführt, gefoltert und schliesslich geschlachtet würde, sobald er volljährig ist.

Im Gegensatz zu Brunton schritt Bruce Mcarthur schliesslich zur Tat: Er entführte Männer aus dem Gay Village und misshandelte, erdrosselte und zerstückelte sie danach in seinem Thorncliffe Apartment. Die Leichenteile vergrub er auf dem in der Mallory Crescent Street befindlichen Grundstück eines Kunden, für den er als Gärtner arbeitete. Aufgrund der dortigen Vorfindesituation - die Polizei fand Überreste von insgesamt acht Leichen - bezeichnete sie das Anwesen in Anlehnung an den Terroranschlag auf das World Trade Center von New York als "Ground Zero". Ob Mcarthur auch Leichenteile verspiesen hat, ist nie bestätigt oder dementiert worden.

 

Und schliesslich noch dies: Beide Männer wurden forensisch begutachtet und als ungefährlich eingestuft und beide waren in der Weihnachtszeit als Samichläuse unterwegs.

 

Wenn man so will, war mein Täterprofil also perfekt;-)

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